(* 1948 Bergen / Norwegen, † 2016 Oslo)
Im Garten auf der Rückseite des Behnhauses steht die Skulptur von Bård Breivik. Das mehrteilige Ensemble wird von einer Stele mit teilweise polierter, teilweise rau belassener Oberfläche dominiert. Am Fuß der Stele liegen Steinplatten, deren Oberfläche ebenfalls poliert wurde. Die gemeinsame Oberflächenbeschaffenheit verbindet sie mit dem stehenden Element. Die Platten wirken wie von der Stele abgespalten, wie ihre steinernen Schatten. In einigen Metern Entfernung liegen zwei weitere bogenförmig angeordnete Blöcke. Auch sie sind poliert und ragen mit scharfem Grad nach oben. Die archaische Form, der Charakter des Ursprünglichen aber Verfallenen weckt Assoziationen an nordische Kultstätten und vorchristliche Zeiten.
Bård Breivik war Bildhauer und einer der bedeutendsten norwegischen Künstler der Gegenwart. Er öffnete die norwegische Kunst in den 1970er Jahren für internationale Einflüsse. Seine künstlerische Ausbildung absolvierte er von 1967 bis 1970 an der Kunsthandwerkschule in Bergen, gefolgt von einem Aufenthalt an der St. Martin School of Art in London 1970/71. Zwischen 1974 und 1979 lehrte er als Dozent an der Kunstakademie in Bergen. Zwischen 1982 und 1985 war er als Professor an der Königlichen Kunstakademie in Stockholm tätig.
Klaus Bernhard, Plastik in Lübeck. Dokumentation der Kunst im öffentlichen Raum (1436-1985) (Veröffentlichungen des Senates der Hansestadt Lübeck, Amt für Kultur, hrsg. von Hans-Gerd Kästner, Reihe B, Heft 8), Lübeck 1986.