Künstler:in
Titel
Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Lübecker Straßenbahner
Datierung
1935
Technik
Stahl auf gemauerter Ziegelsteinstele
Beschreibung

An der Roeckstraße / Ecke Rabenhorst steht das Ehrenmal zur Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Lübecker Straßenbahner. Einst befand sich auf dem Gelände das Straßenbahn-Depot des Lübecker Stadtverkehrs, von dem sich heute nur noch das ehemalige Pförtnerhaus erhalten hat. Das Denkmal besteht aus einer schlichten gemauerten Ziegelsteinstele über quadratischem Grundriss, deren Sockel und Spitze aus Zement gegossen sind. Die Stele wird bekrönt von einem stählernen Flügelrad, einem Wagenrad mit an der Radnabe ansetzenden stilisierten Vogelflügeln, wie es sich häufig im Logo alter Eisenbahngesellschaften findet. Die von der Schiene unterhalb des Rades ausgehenden stählernen Blitze symbolisieren die Elektrizität. Die Ziegelsteine auf den beiden vorderen Seiten der Stele tragen die Inschrift: „Es starben für ihr Vaterland die Angestellten der Straßenbahn“, darunter die Namen der 41 Gefallenen und die Jahreszahlen „1914“, „1915/16“, „1917“ und „1918“. Ein Ziegelstein auf der Rückseite nennt das Entstehungsjahr „1935“. Die beiden vorderen und hinteren Ziffern trennt eine Raute mit einem inzwischen ausgelöschten Hakenkreuz. Unterhalb der Jahreszahl liefern zwei Brennmarken vermutlich einen Hinweis auf den Urheber des Denkmals bzw. die ausführende Ziegelbrennerei. Seit 1881 besaß Lübeck eine Pferdebahn. Nach der Erweiterung des Streckennetzes erfolgte 1893/94 der Betrieb als elektrische Straßenbahn. Ab den 1930er Jahren wurde diese zunehmend durch die als flexibler empfundenen Omnibusse ersetzt, die einzelnen Strecken wurden sukzessive stillgelegt. Im November 1959 fand die Ära der Straßenbahnen in Lübeck ihr endgültiges Ende.

Kategorie
Denkmal/Mahnmal
Standort
Roeckstraße, Ecke Rabenhorst
Eigentümer
Hansestadt Lübeck

Bilder