Künstler

Dagmar Schulze-Ross
(* 1926 Eisenach, † 2012 Kiel)
Alfred Ross
(* 1927 Essen, † 2007 Kiel)

Titel
Traumlandschaft mit Vögeln
Datierung
1965
Technik
Bleiverglasung
Beschreibung

noch nicht vorhanden

Biografie

Dagmar Schulze wurde 1926 in Eisenach als Tochter des Architekten Edwin Schulze geboren. Sie studierte 1946-48 Malerei an der Muthesius Werkkunstschule in Kiel bei Werner Lange, 1949-50 führte sie ihre künstlerische Ausbildung bei Willi Baumeister an der Kunstakademie Stuttgart sowie bei Ida Kerkovius und Nora Ruthenberg fort. In Baumeisters Atelier knüpfte Schulze nicht nur zahlreiche Kontakte zu anderen Künstlerinnen, sondern lernte dort auch ihren späteren Ehemann Alfred Ross kennen. In den 1950er Jahre führte sie erste Aufträge für Kirchenfenster in Heide und Kiel aus. 1960 ließ sie sich zusammen mit Alfred Ross in Kiel nieder, drei Jahre später heiratete das Paar. In den folgenden Jahrzehnten führte die Künstlerin, zum Teil gemeinsam mit ihrem Mann, über 40 Aufträge für Kunst am Bau vorwiegend in Schleswig-Holstein aus. Neben Bleiglasfenstern umfasst ihr Werk Schliff- und Dallglasfenster sowie Brunnen und Tapisserien. Bis 1983 arbeitete Schulze-Ross auch in der Pädagogik und Heilpädagogik. 1988 unternahm sie eine Reise nach Thailand, es folgte eine intensive Schaffenszeit, in der sie malte, aber auch mit Papier, Naturmaterialien und Glas arbeitete. Ab 1989 führte die Künstlerin weitere Aufträge für Kirchenfenster und Wandbilder aus. Bis kurz vor ihrem Tod war sie künstlerisch tätig, 2012 verstarb Dagmar Schulze-Ross in Kiel.

Der 1927 in Essen geborene Alfred Ross absolvierte 1942-44 ein Volontariat in der Bühnenbildnerei des Essener Theaters, 1944 studierte er für zwei Semester an der Folkwangschule Essen. Wenige Jahre später lernte Ross bei der Ausführung eines von Willi Baumeister entworfenen Bühnenbildes den Maler persönlich kennen und folgte ihm nach Stuttgart. Hier begann Ross 1950 ein Studium bei Baumeister an der Kunstakademie und lebte und arbeitete in dessen Atelierhaus, wo er auch seine künftige Ehefrau Dagmar Schulze kennenlernte. Mitte der 1950er Jahre entdeckte Ross bei einem Besuch der Kathedrale von Chartres die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten der Glaskunst und fand in dem dortigen Bodenlabyrinth sein eigenes künstlerisches Hauptmotiv. Ab 1957 erarbeitete er, oft zusammen mit Dagmar Schulze, zahlreiche Werke als „Kunst am Bau“, zumeist Blei- und Dallglasfenster, aber auch Bodenmosaike und Brunnen. Daneben schuf er Gemälde und plastische Arbeiten in unterschiedlichsten Materialien, die zumeist das Labyrinth zum Thema haben. 1960 ließ sich das Paar in Kiel nieder, hier arbeitete Alfred Ross auch als Kunsterzieher am Gymnasium sowie als Kunsttherapeut in der psychiatrischen Nachsorge. 1986-2001 lebte Ross in seiner Heimatstadt Essen, wo er zu seiner intensivsten malerischen Schaffensphase fand. Seine letzten Lebensjahre verbrachte der Künstler wieder in Kiel, wo er 2007 verstarb.

Stifter
„Kunst am Bau“ durch das Hochbauamt Lübeck
Kategorie
Glasfenster/ Glaswand
Standort
Schule Roter Hahn, Treppenhaus Südflügel, Schneidemühlstraße 1
Literatur
Kurt Mai, Bauen in Lübeck. Städtische Hochbauten und Kunst am Bau 1949-1969, Lübeck 1999.

Bilder

Dagmar Schulze-Ross und Alfred Ross, Traumlandschaft mit Vögeln (Foto: Jörg Schwarze) Dagmar Schulze-Ross und Alfred Ross, Traumlandschaft mit Vögeln (Foto: Jörg Schwarze) Dagmar Schulze-Ross und Alfred Ross, Traumlandschaft mit Vögeln (Foto: Jörg Schwarze) Dagmar Schulze-Ross und Alfred Ross, Traumlandschaft mit Vögeln (Foto: Jörg Schwarze)